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Von Sebastian Muschik
13. Dezember 2008. Morgens 7.30 Uhr war Treffpunkt am Hauptbahnhof. Dann ging es in den Zug nach Essen. Die Zugfahrt nutzten wir um Fabian die ausführliche Präsentation über die Solare Wasserstoffwirtschaft zu zeigen und zu diskutieren. Angekommen in Essen ging es zu Fuß einmal quer durch die City, leider auch am Unperfekthaus vorbei, wo wir eigentlich hinwollten. Nachdem wir die Wegbeschreibung nochmal genau gelesen hatten und dann auch richtig interpretierten, waren wir schnell im Unperfekthaus und hatten zwar die Eröffnungsrede verpasst, konnten aber noch die volle Präsentation eines Germanwatch-Mitarbeiters genießen. Durch die Präsentation wurde allen Teilnehmern verdeutlicht, wie wichtig es ist, den Klimawandel unter +2°C zu halten. Denn wenn es über diese Marke geht, werden bestimmte Kipp-Mechanismen im Klimasystem in Gang gesetzt, die den gesamten Prozess verstärken, wie beispielsweise das Auftauen der Permafrostböden in Sibirien. Diese werden zu Sümpfen und emittieren dann durch Faulprozesse große Mengen klimaerwärmender Methangase.
Danach ging es in die Workshopphase, Thomas, Fabian und ich waren im Klimapolitikworkshop. Hier wurde anfangs noch einmal auf die Klimaproblematik eingegangen, dann wurde ein Überblick über die verschiedenen klimapolitischen Abkommen gegeben. Währenddessen entstanden schon interessante Diskussionen, wobei sich die Vielfalt der Gebiete zeigte, auf die die Klimapolitik Einfluss besitzt. Zwischendurch gab es immer mal wieder kurze Pausen, in denen man mit den weiteren Workshopteilnehmern ins Gespräch kam.
Dann gab es abschließend für die Workshopphase eine kurz vorbereitete Debatte. Eine Gruppe nahm die Position des NRW-Landtages ein, die andere übernahm die Rolle verschiedener Umweltorganisationen. Diese Debatte hat sehr viel Spaß gemacht, Fabian war der Hauptsprecher der Landtagsmitglieder, ich war Hauptsprecher der Umweltorganisationen. Fabian hat sich gut gehalten, gegen die niederschmetternden Argumente, die unsere Gruppe vorher und mir während der Debatte einfielen. Fabian stellte sich auf den Stuhl in seiner Abschlussrede und wir konterten in unserer Abschlussrede "Bleiben Sie doch bitte auf dem Boden der Tatsachen". Man sieht, wir haben auf "hohem Niveau" debattiert.
Währenddessen waren Alex und Kai im Medienworkshop und konnten von den verschiedenen Teilnehmern interessante Meinungen erfahren.

Kai interviewt Mika Hüttner vom Jugendbündnis Zukunftsenergie, der den Klimapolitikworkshop gestaltete.
Die Essener Innenstadt erlebte nebenbei noch eine Flash-Mob-Aktion, bei der wir allerdings nicht direkt beteiligt waren.

Eisbär in der Essener Innenstadt sorgt für Aufmerksamkeit
Danach gab es mit allen eine Fishbowl-Diskussion, welche anfangs gut und fundiert war, aber später darin gipfelte, dass man im Diskussionsraum das Licht ausschaltete um Strom zu sparen. Im leeren Nachbarraum und im Flur brannte das Licht munter weiter aber das kümmerte keinen, wir hatten ja unser symbolisches Stromsparen...

Fish-Bowl-Diskussionsrunde
Auf der Rückfahrt fingen Thomas, Kai und ich schon mit der Vorstandssitzung an, um effizient zu arbeiten...
Alles in allem war das ein toller Tag, da das anfängliche Referat und die Workshops richtig gut waren. Schade war die abdriftende Diskussion am Ende, da hätte die Moderation eingreifen sollen.
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