Jugenforum "Heiße Zeiten" 2009 PDF Print E-mail
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Von Jana Klinkenberg und Jan Engels



Los ging es am 12. September um ungefähr 7 Uhr morgens. 12 Mitglieder, Mitwirkende von H2Works und Teilnehmer des Forums trafen sich am Hauptbahnhof Aachen, um pünktlich mit dem Zug nach Neuss zu starten. Während der Zugfahrt trafen wir letzte Vorbereitungen, um uns auf die Workshops vorzubereiten. In Neuss angekommen konnten wir den Weg zur Gesamtschule, wo das diesjährige Jugendforum stattfand, gut finden.
Wir konnten dort sofort Ansprechpartner antreffen und direkt mit unserer Arbeit beginnen, in dem wir unseren Stand aufbauen und den Workshopraum vorbereiten konnten.

Standbild


Unser Stand auf dem Jugendforum


Die Referenten unseres Workshops trafen sich kurz darauf, um den Ablauf abzusprechen und letzte Fragen zu klären. Währenddessen bauten Mitwirkende des Vereins den Brennstoffzellenkoffer an unserem Stand auf und erklärten anderen Besuchern des Jugendforums unser System anhand unseres Plakates, unserer Zeitungsartikel und unseres Modells von Solarzelle, Elektrolyseur, Brennstoffzelle und Elektromotor. Ein Besucher unseres Standes war offenbar sofort von der Realisierbarkeit unseres Energiekonzeptes überzeugt und meinte, dass es doch eigentlich kein Problem sein sollte 40 Millionen Euro für eine Pilotanlage zusammenzukriegen, wenn man bedenkt, wie viele Gelder zur Zeit zur Rettung der Wirtschaft freigesetzt werden.

Nach einer Ansprache der Veranstalter des Jugendforums, einer Rede der bekannten Fernsehmoderatorin Shary Reeves und einer kurzen Präsentation über die Folgen des Klimawandels in Bangladesch, teilten sich die Teilnehmer der Workshops in ihre Gruppen auf, um mit Rechercheaufgaben, Vorträgen und kreativer Arbeit zu beginnen.
Nun wurden die Mitglieder unseres Vereins aufgeteilt. Diejenigen, die unseren Workshop „Energiewende statt Klimawandel“ betreuten, und die Übrigen, die an anderen Workshops teilnahmen.

Unsere Workshopreferenten gingen mit ihrer Gruppe zum Workshopraum und dort stellten sich die Mitglieder des Vereins erst einmal vor. Um den Workshop angemessen einzuleiten, zeigten wir einen kleinen Film, der sehr gut das Problem unserer Energieversorgung darstellt. Nach einer Eingangsdiskussion um den Kenntnisstandes über erneuerbare Energie zu ermitteln und einem Gesamteindruck zu erhalten, stellten wir das System der Grünen Wasserstoffwirtschaft mithilfe einer Powerpoint Präsentation vor. Gegen Ende des Vortrages wurden noch einige Fragen gestellt, die gut beantwortet wurden und schließlich ergab sich eine kleine Diskussionsrunde. 
Nach der Pause begann der kreative Teil des Workshops. Die Gruppe traf in dem Computerraum wieder aufeinander und dort wurden Aufgaben und Rollen mit jeweils Zweierteams verteilt, für die nun jeweils recherchiert werden sollte. Später sollte sich ein Rollenspiel mit unterschiedlichen Meinungen ergeben. Nach der Recherche kamen wir in einer Diskussionsrunde inklusive „Flying Chair“(Ein Stuhl, auf dem jede Person, auch aus dem Publikum, jederzeit mitdiskutieren kann) zusammen.
Tatsächlich wurde großartig diskutiert und das Rollenspiel machte letztendlich allen Teilnehmern viel Spaß und brachte ihnen einen erweiterten Kenntnisstand ein. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Diskussion füllte jedes Mitglied einen „Energietest“ aus, der von einem unserer Mitstreiter, Carl A. Lewerenz, selber entwickelt und von uns erweitert worden war. 

Jugendforum Workshoparbeit


Unser Workshop: Bearbeitung des "Energietests"


Jugendforum Workshopteilnehmer

Unsere Workshopteilnehmer- und Referenten beim Jugendforum 2009

Eine weitere Veranstaltung beim Jugendforum war beispielsweise die Germanwatch-Klimaexpedition. Der Referent der Veranstaltung Martin Fliegner konnte dabei anhand von Satellitenbildern sehr anschaulich demonstrieren, wie kurzfristige Wetterphänomene sowie langfristigen Klimaveränderungen aussehen, indem er aktuelle Satellitenbilder mit älteren Aufnahmen verglich. Weitergehend erklärte er welche Ursachen diese Phänomene haben könnten und welches ihre Folgen für Menschen und Natur sind. Dabei ist er besonders genau auf die Situation in Bangladesch eingegangen, wo das derzeit zunehmende Schmelzen der Gebirgsgletscher zu Überschwemmungen der Flussbette Bangladeschs führt. Außerdem kommt es durch den Anstieg des Meeresspiegels zunehmend zu großflächigen Überschwemmungen der flachen Küstenregionen und zusätzlich zu einem Versalzungsprozess weiterer Agrarflächen, die dadurch unfruchtbar werden.
Die Präsentation war inhaltlich und auch in der Form der Illustration in mancherlei Hinsicht mit den Fernsehberichten von Al Gore vergleichbar. Jedoch ist Martin Fliegner bei seiner Darstellung der Problematik weniger auf seine eigene Familie eingegangen und hatte dafür mehr Zeit einige Aspekte der Klimaveränderung etwas tiefgehender und detaillierter zu betrachten, was vom Publikum insgesamt sehr positiv angenommen wurde. Außerdem war es in dem relativ kleinen Kreis von ca. 20 Personen für den Referenten natürlich viel leichter möglich mit dem Publikum zusammenzuarbeiten.

Nach den Workshops sollten von jeder Gruppe zwei Personen auf der Bühne kurz zwei Forderungen vortragen und erklären, die an die stellvertretende Oberbürgermeisterin von Neuss überreicht wurden und außerdem zur Klimakonferenz nach Kopenhagen gebracht werden sollen. Die beiden Vertreter unseres Workshops waren scheinbar so begeistert von unserer Idee, dass sie die Internetadresse von H2Works bei dieser Gelegenheit angaben. Außerdem führte eine Gruppe aus Südamerika eine Musikvorstellung mit traditionellen Instrumenten auf.
Anschließend packten wir unsere Sachen und fuhren mit dem Zug zurück nach Aachen. 
Das Jugendforum war eine gute Erfahrung und hat uns geholfen, weitere Kontakte zu knüpfen und mehr Menschen von unserem Energiekonzept zu überzeugen.

Deklaration

Vorstellung unseres Workshops auf der Bühne durch zwei Teilnehmer

Wir danken dem Veranstalter, das Eine Welt Netz NRW e. V., für die gute Zusammenarbeit beim diesjährigen Jugendforum Heisse Zeiten 2009 und freuen uns schon auf das nächste Mal.