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Berlin, 12.05.2010. Deutschland im Wasserstoff- und Brennstoffzellenjahr 2010: Im Vorfeld der World Hydrogen Energy Conference (WHEC) in Essen setzt die Clean Energy Partnership, ein Zusammenschluss dreizehn globaler Konzerne, ein wichtiges Zeichen. Die Partner Linde, Statoil und TOTAL sorgen mit der Eröffnung der H2-Tankstelle Holzmarktstraße Berlin für eine Erweiterung der Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland.
High Tech an der Holzmarktstraße.
Außen Kraftstoff, innen High Tech – optimale Voraussetzungen für die langfristige Versorgung der über 40 PKW sowie der Busse des ÖPNV, die derzeit innerhalb der CEP getestet werden. Wasserstoff wird an der neuen TOTAL Tankstelle Holzmarktstraße sowohl flüssig als auch gasförmig mittels 350 bar und 700 bar Zapfsäulen angeboten. Damit ist die CEP das erste Projekt in Europa, welches von Anfang an eine Anpassung an internationale Standards anstrebt – ein wichtiger Schritt in Richtung weltweit vereinheitlichter H2-Versorgung.
Statoil produziert vor Ort gasförmigen Wasserstoff mittels Elektrolyse. Der hierfür benötigte Strom ist grün zertifiziert und stammt somit aus erneuerbaren Energien. Der Elektrolyseur ist eine Weltneuheit und kann sehr schnell und flexibel herauf- und heruntergefahren werden. Somit wird er auch den Leistungsprofilen von Windkraftanlagen gerecht.
Modernste Betankung.
Das Betankungssystem für gasförmigen Wasserstoff einschließlich der unterirdischen Speicherungsanlage wurde ebenfalls von Statoil entwickelt und basiert auf neuesten Erkenntnissen. Erstmals wird hier Wasserstoff bei hohem Druck (bis zu 1000bar) unterirdisch Platz sparend und sicher gespeichert. Das Betankungssystem kommuniziert sowohl mit der Speicheranlage als auch mit dem Tank des zu befüllenden Fahrzeugs und erzeugt den jeweils erforderlichen Druck.
Linde liefert Flüssigwasserstoff aus Deutschlands einziger industrieller Wasserstoffverflüssigungs-anlage in Leuna. Der dort produzierte Wasserstoff wird ab Herbst 2010 zum Teil aus Glycerin, einem Nebenprodukt bei der Biodieselherstellung, nachhaltig hergestellt. Der per Tanklaster angelieferte Wasserstoff wird ohne Nachkühlung in einem von Linde entwickelten, superisolierten Tank gespeichert. Die Betankung erfolgt mittels einer vollautomatischen Automotive Kupplung mit mechanischer Handhabungshilfe – schnell und benutzerfreundlich.
Effiziente Energieversorgung.
Technisches Highlight der Anlage ist ein Mini-Blockheizkraftwerk, das den überschüssigen gasförmigen Wasserstoff verwertet, um so die Tankstelle mit Energie und Wärme zu versorgen. Darüber hinaus liefern eine Photovoltaikanlage sowie Windtürme vor Ort Energie. Bauherr und Tankstellenbetreiber TOTAL ist Lieferant der Flüssigwasserstoffinfrastruktur sowie des Blockheizkraftwerkes.
Auf dem Weg zu einer deutschlandweiten H2-Infrastruktur.
TOTAL, Statoil und Linde setzen mit der Wasserstofftankstelle Maßstäbe für eine zukunftsweisende Betankungstechnologie nach neuesten technischen Standards. Darüber hinaus wird die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten des klimaneutralen Energieträgers Wasserstoff demonstriert. Die Anlage ist ein wichtiger Bestandteil innerhalb der kontinuierlichen Erweiterung einer Wasserstoffinfrastruktur. Vier weitere H2-Tankstellen in Hamburg und Berlin sowie an der A24 sind innerhalb des Projektes CEP bereits in Planung.
Quelle: Pressemitteilung Clean Energy Partnership vom 12. Mai 2010
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